Vreni vor Koh Samui … (07.12.2017)

Es ist 14.00 und ich bin mutterseelenallein auf meiner Megajacht. Ausser meinen gut 400 Angestellten, die mich alle liebevoll betüteln. Alle anderen Passagiere wurden auf der Insel ausgesetzt! Es lohnt sich eben, nett zu sein.
IMG_1807-20171207-14431997.jpg

High Noon (06.12.2017)

Jeden Mittag, exakt um 12.00 Uhr, tönt es aus den Lautsprechern: This is Daniel, your Captain, speaking from the Bridge. Er erzählt dann was von Breiten- und Längengraden und dass wir voll auf Kurs sind. Und dass das Schiff noch aufrecht steht und momentan kein Grund zur Besorgnis besteht. Ich glaube, er könnte auch sagen, dass er von der Bar nach 10 Vodkas spricht. Es hört ihm eh keiner zu. Um 12.00 sind die Passagiere voll auf’s Mittagessen fokussiert !

Blinddarm

Liebe Familie, liebe Freunde,

Ein Blinddarm ist etwas was man hat, aber nicht zwingend braucht.

Eigentlich sollte uns die sechste Etappe unserer Weltumrundung per Schiff entweder von Miami oder Sidney aus endlich über den Pazifik bringen. Aber leider war „unsere“ Reederei nicht bereit, ihren Fahrplan unseren Wünschen und Terminen  anzupassen. Also, für ein paar Millionen wahrscheinlich schon, aber die hatten wir gerade nicht.

Aber hallo, was soll’s! Es gibt noch viele Meere zu entdecken. So haben wir uns für den Blinddarm entschieden. Dieser führt uns am Samstag nach Singapur, wo wir 2 Tage in diesem unglaublich grossen Kasten mit diesem unglaublich grossen Schwimmbad auf dem Dach unsere Zimmerverwüstung starten. Das Hotel war Rémys Wunsch.

Am 5. Dezember werden wir dann  auf die SS Voyager wechseln und bis Peking immer dasselbe Zimmer haben. Sprich Kabine. Wir cruisen via Thailand, Vietnam, China, Japan, Südkorea eben nach Peking. Falls denn der Wahnsinnige im Norden Koreas seine Raketentests nicht ausgerechnet mit uns erproben will, die Japaner freundlich bleiben und die Chinesen nicht sonst ein Problem haben und die hyperventilierende Person in den USA (der mit den orangen Haaren) alles einigermassen versteht. Und der Vulkan in Bali soll bitte nicht den Changi Airport in Singapur belästigen. Wir müssten da landen.

Rein wassermässig werden wir das Südchinesische Meer, das Ostchinesische Meer und das gelbe Meer neu kennenlernen. Bin gespannt, wie dass Wasser dort so aussieht.

In Peking bleiben wir dann noch 3 Tage. Wir müssen ja auch mal diese grosse Mauer sehen und anderes mehr. Und am 1. Januar 2018 ist dann fertig lustig.

Rémy startet dann wieder unseren Reiseblog mit Fötelis und so.

Wir wünschen Euch allen schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr

Wen es interessiert, hier unsere Reiseroute:

Itinerary TEA, TEMPLES & TAO from Singapore to Beijing
Regent Seven Seas Voyager 02.12.2017 – 01.01.2018 Arrive Depart
Voyager Voyager
02.12.2017 Milan-London LHR Flight British Airways BA573 11.30-12.40
London-Bangkok Flight British Airways BA9 15.05-09.25
03.12.2017 Bangkok-Singapore Flight Cathay Pacific CX713 12.45-16.15
03.12.2017 Singapore Overnight Marina Bay Sands Singapore
04.12.2017 Singapore Overnight Marina Bay Sands Singapore
05.12.2017 Singapore Embarkation SS Voyager 18.00
06.12.2017 At Sea Cruising the Gulf of Thailand
07.12.2017 Ko Samui/Thailand Chaweng Beach at Leisure 8.00 17.00
08.12.2017 Bangkok/Thailand Bangkok in a Day     8.00
09.12.2017 Bangkok/Thailand Bangkok Canals & the Royal Barges    17.00
10.12.2017 At Sea Cruising the Gulf of Thailand
11.12.2017 Ho Chi Minh City Cu Chi Tunnels & Fruit Garden 8.00
An Evening out in Saigon
12.12.2017 Ho Chi Minh City The Mekong Delta in Depht by Van    16.00
13.12.2017 Nha Trang/Vietnam Pedicab Ride trough Nha Trang 10.00 19.00
Nha Trangs rurale Life
14.12.2017 At Sea Cruising the South China Sea
15.12.2017 Sanya/China Highlights of Sanya     8.00    16.00
16.12.2017 Hong Kong/China ???   16.00
17.12.2017 Hong Kong/China ??? 18.00
18.12.2017 At Sea Cruising the Coast of China
19.12.2017 At Sea Cruising the Coast of China
20.12.2017 Shanghai/China Shanghai from a lofty Perspective     8.00
Shanghai by Night
21.12.2017 Shanghai/China The Best of Shanghai    16.00
22.12.2017 At Sea Cruising the East China Sea
23.12.2017 Kagoshima/Japan Highlights of Kagoshima 8.00 18.00
24.12.2017 Nagasaki/Japan Highlights of Nagasaki     8.00    18.00
25.12.2017 Busan/South Korea Highlights of Gyeeongju & Busan 8.00    18.00
26.12.2017 Jeju/South Korea SangumburiCrater&Manjanggul Lava Cave     7.00 14.00
27.12.2017 Seoul/South Korea DMZ Third Tunnel   10.00 21.00
28.12.2017 At Sea Cruising the Yellow Sea
29.12.2017 Disembarkation SS Voyager 8.00
29.12.2017 Beijing/China Sightseeing/Overnight Regent Hotel
30.12.2017 Beijing/China Sightseeing/Overnight Regent Hotel
31.12.2017 Beijing/China Sightseeing/Overnight Regent Hotel
01.01.2018 Beijing-London LHR Flight British Airways BA38 12.10-15.35
01.01.2017 London-Milan Flight British Airways BA580  16.35-19.35

Auf dem Weg zum Ziel – Vrenis Schlussbericht

Rémy hat ja alles Wissenswerte schon in unserem Blog gepostet.

Aber da auch mein Kopf Ordnung braucht und meine Ansichten nicht immer deckungsgleich mit anderen Ansichten sind, hier nun Vrenis Impressionen.

5. Januar 2017 Cairns/Australien. Cairns muss man nicht unbedingt gesehen haben. Hat aber den kürzesten Zugang zum Great Barrier Reef. Wahrscheinlich halten wir darum hier. Vom einen Schiff auf das andere, einen Riesenkatamaran umgeladen fahren wir ca. 2 Stunden zum Riff. Und mit uns etwa 150 Mitpassagiere. Und eigentlich kann ich es kurz machen. Da sind kleine Marinas, von wo aus man die verschiedenen Wassersportaktivitäten machen kann, Schnorcheln, Tauchen, Halb-U-Boot fahren, Glasbodenboot und Helikopterflüge. Immerhin habe ich den bisher kleinsten Flugplatz gesehen. Nicht mal für 1000 Dollar zu meinen Gunsten wäre ich in den Heli eingestiegen. Obwohl, es wäre die einzige Möglichkeit gewesen, die Grösse dieses Riffs zu erfassen. Wir waren ja nur an einem kleinen Eckchen. So machte jeder sein Ding und gegen Ende des Aufenthaltes wurden wir mit einem gigantischen Wolkenbruch belohnt. Da eh schon alle nass waren, spielte das aber keine Rolle. Und der Regen war ja warm. Abends hatten wir dann keine Lust, Cairns zu erkunden. Da gab es auch nichts zu erkunden.
Am nächsten Tag, wir haben ja in Cairns übernachtet, wurden wir in einen Dschungelzug gesetzt, der uns hoch nach Kuranda brachte. Die Fahrt war schön und die Leute sind fast ausgeflippt als sie einen Wasserfall sahen. Wenn ich zuhause den Gartenschlauch aufdrehe und ihn über einen Felsen hänge ist der Wasserfall grösser. Aber ich freute mich, dass sich alle freuen. Oben angekommen wurden wir schon wieder umgeladen. Ich kam mir langsam vor, wie eine Postsendung die immer weiterverschickt wird. In einem Amphibienfahrzeug erkundeten wir wieder einmal einen Regenwald und anschliessend durften wir die Wildtiere Australiens sehen. Da waren freilaufende Kängurus, die wahrscheinlich ihre Tagesration Valium schon intus hatten. Koalas, die wegen Touristen keinen Aufstand mehr machen und in hässlichen Gehegen langsam ihren Eukalyptus mümmelten und allerlei Echsen, bei denen ich froh war, dass sie ein Gehege hatten.
Zurück auf dem Schiff mussten wir endlich mal unsere Wäsche machen. Das heisst, wir mussten so viel Wäsche in den Wäschesack stopfen wie nur rein ging. Als sogenannte Goldmembers hatten wir nämlich einen Sack Wäsche pro Woche kostenlos zugute. Und ich kann stolz vermelden, wir brachten 42 Teile rein.
7. Januar 2017 Townsville/Australien. Heute waren die Ureinwohner Australiens dran. Die Aborigines. Am Morgen schleppte ich mich zum Pooldeck hoch, las das Programm und beschloss, die Ureinwohner in Ruhe zu lassen. Diese Hitze und Luftfeuchtigkeit, immerhin seit Kambodscha, machte mich nur noch fertig. Rein körperlich ist diese Reise die anstrengendste, die wir je gemacht haben. Und ich bin froh, dass wir sie jetzt machen. In zehn Jahren weiss ich nicht, ob ich das nochmal hinkriegen würde. Rémy kam dann vom Ausflug zurück und meinte lapidar, da hast du echt nichts verpasst.
9. Januar 2017 Brisbane/Australien. Vom Schiff aus gesehen gefällt mir Brisbane sehr gut. Heiss ist es immer noch aber die Luftfeuchtigkeit hat sehr nachgelassen. Wofür wir alle äusserst dankbar sind. Heute haben wir eine Flusskreuzfahrt auf dem Programm. Aber zuerst wurden wir durch Brisbane gefahren, dann auf einen Hügel, damit wir runtergucken können. Und was wir sahen gefiel uns sehr. Grün, sauber und halt eine junge Stadt. Australien ist ja auch noch sehr jung. Die Flusskreuzfahrt war dann eine Flusskreuzfahrt und wir waren beeindruckt von diesen tollen, gepflegten und sauteuren Häusern entlang des Flusses. Abends hätten wir dann Freigang gehabt, da wir hier übernachten. Aber langsam sind unsere Batterien etwas im Notstand und wir wollen uns das letzte Aufbäumen für Sydney aufsparen.
Der nächste Tag brachte uns einen Ausflug auf den Mount Tamborine. Zuerst in einem 4×4 Geländewagen in der Feuerschneise hoch zum Berg. Tolle Fahrt durch Eukalyptuswälder, leider ohne Koalas. Natur pur. Und einen gesunden Rücken sollte man für so eine Fahrt auch mitbringen. Oben angekommen machten wir wieder mal ein Regenwaldtrekking. Nach der Tempelmüdigkeit stellt sich nun langsam auch eine Müdigkeit betreffend Regenwälder ein. Der Guide war aber grosse Klasse. Völlig verschwitzt und k.o. kamen wir 5 Minuten nach unserem Trekking abrupt im Jetzt und Hier an. Gleich neben dem Regenwald war eine Shoppingmeile die sogar echtes deutsches Schaffen anbot. Schwarzwälder Kuckucksuhren!
Abschliessend hatten wir ein wirklich nettes BBQ irgendwo im Niemandsland und durften Bumerange werfen. Da muss ich allerdings noch etwas üben. Und Weinverkostung war auch noch.
12. Januar 2017 Sydney/Australien. Um 06.00 Uhr würden wir die Oper von Sydney passieren vermeldete unser Kapitän und da wollen natürlich alle dabei sein. Leider waren wir um 06.00 Uhr schon an der Oper vorbei und diejenigen die Punkt 06.00 antrabten zogen lange Gesichter. Wir waren etwas früher dran und haben sie gerade noch gesehen.
Um 09.00 erfolgte der Rauswurf vom Schiff und gegen 10.00 Uhr waren wir im Hotel und hatten grosses Glück. Unser Zimmer war schon frei. Was für ein tolles Zimmer. Immer das Opernhaus sehend und praktisch unter der Brücke. Wir trödelten ein bisschen herum, genossen den Balkon und sogar die Zimmerverwüstung ging schleppender voran als auch schon. Es war so schön, mal keinen Programmpunkt zu haben. Aber nach einer Weile rafften wir uns auf und ab auf den Hopp-on Hopp-off Bus. Die rote Linie. Beim Kauf der Fahrscheine sahen wir, dass man ab 60 Jahren Senior ist und eine Vergünstigung kriegt. Aber leider hatte ich meinen Ausweis im Hotel. Aber Rémy meinte, wir versuchen es. Er erklärte der netten Dame, dass ich schon 61 bin aber leider kein Ausweis. Die Dame musterte mich einen Augenblick und sagte o.k. Das hat dann mein Selbstwertgefühl etwas getroffen. Etwas mehr Widerstand wäre schon angebracht gewesen.
Am nächsten Tag absolvierten wir die blaue Linie des Busses und landeten an der weltberühmten Bondi Beach. Eine nette Strandkneipe, gutes Essen und tolles junges Personal. Wie übrigens überall in Australien. Alles Studenten die sich den Lebensunterhalt auch irgendwie verdienen müssen.
Den dritten Tag hatten wir für die Oper reserviert, da unser Abflug erst um 22.00 war. Was für ein imposantes Gebäude. Ich war hin und weg. Wir buchten dann eine Führung und unser Guide lebte die Oper. Soviel Herzblut. Auch die Geschichte, bis die Oper dann mal stand ist ja unglaublich. Wir genossen diesen Tag und das einzige was mich total nervte, am Abend vorher war im grossen Konzertsaal ein Gig mit Led Zeppelin (Stairway To Heaven) und ich wusste es nicht. Sydney Opera hat mich monatelang mit allem bombardiert, was bei ihnen so läuft, seit ich mich da mal eingeloggt habe. Aber das haben sie mir nicht gesagt. Ich könnte jetzt noch weinen. Denn der grosse Konzertsaal ist einmalig mit einer unglaublichen Akkustik. Und Rémy mag Opern überhaupt nicht. Aber dieses Konzert hätte er nicht abgelehnt. Ja nu!
Abends hiess es dann Abschied nehmen. Sydney hat uns total gefallen und wir hätten es schon noch etwas ausgehalten.
Der Flug nach Doha/Katar war dann etwas merkwürdig. Wir flogen gut 14 Stunden immer in die Nacht hinein. Es wurde nicht eine Minute hell. Und die 6 Stunden nach Zürich waren dann noch ein Hüpferchen. Und es war hell. Und nach einem sehr schönen Mittagessen mit Karl, unserem Schwager, kam noch der 30-Minutenflug nach Lugano. Gianni holte uns am Flugplatz ab, brachte uns sicher nach Hause und 30 Minuten später waren wir schon im Bett.
Und die Katzen hatten dann eine lustige Woche. Einer von uns war immer wach. Egal um welche Zeit.
Und hier endet meine Geschichte. Die Geschichte der fünften Etappe einer Weltumrundung per Schiff.

Australien – Papua Neu Guinea – Australien (04.01.17)

Australien, der letzte Kontinent der mir noch fehlte. Die Ankunft in Darwin war nicht so berauschend. Tiefe Wolken, grau und Regen. Ich hätte da schon ein anderes Willkommensprozedere erwartet. Vreni geht schliesslich nicht jeden Tag nach Australien. Aber es ist Monsunzeit. Was wir übrigens wussten.

wp-1483307881516.jpg

Darwin ist unser erster Anlaufhafen in Australien. Gebucht haben wir den Ausflug Crocodile Jumping. Da Darwin sonst wirklich nicht viel hergibt. Ich habe keine Ahnung warum wir überhaupt hier sind, vielleicht mussten wir Futternachschub für`s Schiff laden. Die Fahrt zu den Krokodilen war nicht gerade atemberaubend. Total flache Gegend, die ewig gleichen vier Pflanzenarten und eben, sehr nass. Aber wir hatten Glück. Kaum waren wir an dem Fluss mit den Krokodilen, wurde es um einiges freundlicher. Wir wurden dann auf ein Schiff umgeladen und die Krokodile waren artig und machten das Touristenprogramm gottergeben mit. Sie sprangen so hoch wie sie konnten um die Leckerbissen zu ergattern. Sind schon eindrückliche Viecher. Nur mit der Zahnhygiene nehmen sie es nicht so genau. Grauenvolle Gebisse. Es ist aber wahrscheinlich egal, ob du von einem hässlichen oder schönen Gebiss zermalmt wirst.

Ein weiterer schöner Seetag und wir waren in Port Moresby/Papua Neuguinea. Neuland für sehr viele Mitreisende und natürlich auch für uns. Und was wir so vom Schiff aus sehen, gefällt uns gut, sogar sehr gut. Das Schiff wurde sehr schnell freigegeben und wir können pünktlich unseren Ausflug „Papuan Coastal Villages“ starten. Abgepackt in Portionen zu ca. 12 Passagiere pro Kleinbus fahren wir zuerst durch ein Fischerdörfchen. Dabei muss man bedenken, wir waren ein Konvoi von sicher 20 Vans und hatten kaum Platz in diesen Dörfchen.  Aber die Menschen waren ausser sich vor Freude. Sie winkten alle begeistert, lachten und ich glaube, ich fühlte mich noch nirgends auf der Welt als Tourist so willkommen. Unser örtlicher Reiseleiter war auch eine Nummer für sich. Wir wurden schon im Vorfeld darauf hingewiesen, dass der Tourismus hier noch in den Kinderschuhen steckt. Ich würde sagen, der hat noch nicht mal Schuhe gesehen. Jedenfalls hat unser Tourguide seinen Job so verstanden, dass uns beim Einsteigen in den Van zählen muss (11 Personen) und nach dem rund 4-stündigen Ausflug beim Aussteigen nochmals  (11 Personen). Somit war der Job zu seiner vollsten Zufriedenheit erledigt. Kein Schwund. Und dazwischen hat er kein Wort, ich schwöre, keinen einzigen Laut von sich gegeben. Aber wir sind ja schnell von Begriff und immer wenn angehalten wurde stiegen wir brav aus dem Bus mit nicht mal einer kleinen Ahnung was wir hier sehen und auch keiner Ahnung wann wir wieder antraben sollen. Aber der Ausflug war toll und wir hatten sehr viel Spass.

Über Nacht wurden wir von unserem Chauffeur, sprich dem Schiffsführer nach Alotau, immer noch Papua Neuguinea gefahren. Gleiches Kleinbusballett für die Ausflüge und ein lokaler Reiseführer der reden konnte. Und der hat sich echt Mühe gegeben, bis er nach ca. einer Stunde erschöpft war und sich seinem Mobile Phone gewidmet hat. Was wir aber ohne Murren hinnahmen. Wir waren auch erschöpft. Schlussendlich, nach vielem Irren und Wirren, weil keiner den Weg dahin wusste (2 kleine Kinder sagten dann unserem  Van-Konvoi wo`s langgeht), fanden und besuchten wir ein sogenanntes Village. Der Ausflug hiess auch „Village Experience“. Es war wirklich eine Experience. Wir waren mindestens 200 Menschen, die etwa 4 kleine Hüttchen anguckten, nun wissen wie Sago produziert wird  und im Schlamm herumstapften. Weil kurz vorher ein Wolkenbruch niederging. Monsun!

Aber ich muss sagen, Papua Neuguinea hat Rémy und mir total gut gefallen. Und unseren Mitreisenden auch. Was für liebenswerte Menschen. Und was für ein schönes Land.

Nun sind wir auf dem Weg zurück nach Australien. Morgen haben wir The Great Barrier Reef auf dem Programm.

imag1813_1200px

Auf dem Weg nach Australien

wp-1483116833084.jpg

Gott sei Dank war der erste Tag an Bord ein Seetag. Das verheisst immer Gutes. Die Seenotrettungsübung müssen wir natürlich nachholen  und dann noch Koffer auspacken. Aber nichts Weltbewegendes sonst auf unserem persönlichen Programm. O.k. Ich könnte in den Stickkurs gehen oder mit dem Fitnesstrainer ums Schiff rennen. Oder sonst 28 für mich sinnlose Sachen tun. Ich entscheide mich mal für wie immer nichts. Lesen reicht.

Am nächsten Tag Ankunft in Semarang/Java. Ein 9-Stunden Ausflug nach Borobudur steht auf dem Programm. Tempelbesichtigung. Und der steht ziemlich weit im Landesinneren. Die Busfahrt dahin und zurück war toll.  Ebenso das indonesische Mittagessen. Danach noch etwas lokales Schaffen begutachten und nichts kaufen. Und es war heiss und feucht.

Aber für diese Strapazen werden wir mit einem weiteren Seetag belohnt. Und wir hängen rum wie Zoombies. Wieder keinen Programmpunkt geschafft. Essen und Trinken natürlich ausgenommen.

ON SEA

 AT SEA / INDONESIEN, 27.12.2017 – 5. Etappe unserer Around the World Cruise mit der RSSC VOYAGER vom 17.12.2016 – 15.01.2017 von Singapore nach Sydney. copyright by http://www.steineggerpix.com / photo by remy steinegger

26. Dezember 2016. Ankunft in Bali. Immer noch Indonesien. Nur ein 5 Stunden Ausflug auf dem Programm. Tempelbesichtigung. Ulun Danu. Und ehrlich gesagt, Rémy und ich sind nun etwas tempelmüde. Aber wir schaffen auch den noch mit Würde. Und warten nun auf unsere Heiligsprechung nach all diesen Tempeln. Die Fahrt übers Land war super. Die Vegetation ist umwerfend und die Reisfelder sehr eindrucksvoll. Abends haben wir noch ein traditionelles indonesisches Abendessen (bestand aus Spaghettis und Bratkartoffeln) mit Tanz und Gesang (Romeo und Julia, auf Indonesisch eine recht komplizierte Sache) im einzigen Vogelpark von Bali auf dem Programm. Nachher waren wir echt hinüber. Diese Hitze und vor allem die Luftfeuchtigkeit kann man einfach nicht wegtrinken…

Am nächsten Tag hätten wir einen weiteren Tempel auf dem Programm gehabt. Singapadu Tempel. Und nochmals den Vogelpark und nochmals ein traditionelles Balinesisches Haus. Dazu noch eine Batikfabrik. Die wäre neu gewesen. Aber Rémy und ich ziehen es vor in unserer angenehm klimatisierten Kabine weiterzuschlafen und den Gang nach draussen so lange wie möglich hinauszuschieben. Rein temperaturmässig habe ich gedacht, dass der Amazonas letztes Jahr schon recht  heftig war. Aber da kannte ich Indonesien noch nicht.

ON SEA

 AT SEA / INDONESIEN, 27.12.2017 – 5. Etappe unserer Around the World Cruise mit der RSSC VOYAGER vom 17.12.2016 – 15.01.2017 von Singapore nach Sydney. copyright by http://www.steineggerpix.com / photo by remy steinegger

28. Dezember 2016. Komodo. Immer noch Indonesien. Ausflug zu den Komododrachen. Aber Drachen gibt’s schon lange nicht mehr. Bei uns heissen die Komodo Warane. Nach einer Stunde herumlaufen finden wir sie dann. Die sind echt faul, denn sie liegen nur so da. Aber wir wurden bestens von mehreren Rangern bewacht. Scheinbar können die Viecher schon einen Zahn zulegen wenn sie Hunger haben. Nach dem Mittagessen wollten wir in der Kabine nur kurz das Restprogramm des Tages studieren und sind dann 3 Stunden später wieder aufgewacht. Es ist unglaublich, wieviel Zeit wir hier wegschlafen. Bis der Kreislauf dann wieder in Normalposition war, war schon wieder Essen angesagt. Und schlafen. Auch der traditionelle abendliche Absacker verkommt langsam zum Speedtrinken.

Nun cruisen wir in der Timor See herum und werden morgen um 08.00 Darwin in Australien erreichen. Die Face to Face Immigration haben wir schon hinter uns. Übrigens sehr speditiv und superfreundlich. Keine Ahnung wann die australischen Behörden an Bord gekommen sind.

wp-1483116481749.jpg

Zwischenbericht einer Reise vom Indischen Ozean in den Pazifik

Flug von Siem Reap zurück nach Singpore

„Die Hölle ist weiss und links oben blinkt ein Cursor“. Dieser Satz stammt leider nicht von mir. Denn er ist gut, sogar sehr gut. Weil, ich starre schwitzend aber mit grösstmöglicher Würde auf mein leeres Blatt Papier und harre der Dinge die mir einfallen sollen und die Hölle füllen. Ich glaube, ich bestelle mal ein Glas Weisswein…
Schon während der letztjährigen 4. Etappe unseres Projektes „Weltumrundung per Schiff“ buchten wir diese Reise. Zeitlich passte es und die Route war perfekt. Von Singapur nach Sydney. Endlich zum Pazifik. Denn die Welt ist gross, viel grösser als ich gedacht habe. Vor allem per Schiff.

Am 17. Dezember ging es los und wie durch ein Wunder klappten die Flüge Lugano-Zürich, Zürich –Doha, Doha-Singapur pünktlich und sogar das Gepäck war in der Lage uns zu folgen.

Den einen Tag in Singapur, bevor wir zu unserem Vorprogramm Angkor Wat starten verbringen wir in den Gardens by the Sea. Sehr eindrücklich war der Rain Forrest wo einem das Ökosystem der Welt nähergebracht wird. Am nächsten Tag früh raus und wieder zum Changi Airport. Per Charterflug wurden wir und etwa 150 weitere Kreuzfahrgäste nach Siem Reap in Kambodscha geflogen. In der Abflughalle checkten wir mal unsere Mitreisenden. Und was wir sahen gefiel uns sehr. Keine Kotzbrocken, nur nette Menschen. Sogar welche, die wir schon von früheren Reisen kannten. Schliesslich werden wir mit diesen und weiteren, noch unbekannten 450 Menschen für gut 3 Wochen unser Leben teilen.

Am Nachmittag absolvierten wir dann 2 Tempel, the Pink Temple, auch als Frauentempel bekannt und wie der andere Tempel heisst ist mir leider entfallen. Dazu müsste ich in die Kabine um die Unterlagen zu holen. Nach einem wunderbaren Abendessen, die kambodschanische Küche gefällt mir und uns allen sehr, sehr gut, nur noch ins Bettchen, denn der nächste Tag wird sehr anspruchsvoll. Früh Tagwache. Das ist genau das was ich mir unter Ferien vorstelle! Nach einem Frühstück das keine Wünsche offenliess, ab zu den Bussen. Wir waren 18 Personen in der Gruppe Yellow2 und hatten für  diesen Tag einen hervorragenden Tour Guide. Überhaupt sind alle Menschen hier total freundlich und hilfsbereit. Dann begann das Mammut-Tempel Programm. Zuerst Angkor Thom, dann der Ta Prohm Tempel (der mit den eingewachsenen Bäumen und Angelina Jolie mit Tomb Raider). Nach einem einheimischen Mittagessen dann Angkor Wat. Und es war so was von heiss. Aber unsere Tour Guide motivierte uns immer wieder aufs Neue. Anschliessend waren wir platt und freuten uns auf eine schöne Dusche. Danach war das Leben wieder in Ordnung und wir widmeten uns einem hervorragenden kambodschanischen Buffet in unserem Hotel, dem Borei Angkor Wat.

Der nächste Tag hätte eigentlich relativ relaxt ablaufen sollen. Rückflug nach Singapur und Schiff entern waren die einzigen Programmpunkte. O.k. die Seenotrettungsübung auch noch. Leider merkten wir beim Anflug Singapur schon, dass wir etwas Achterbahn fliegen. Rauf und runter halt, wie‘s grad kommt. Ich hasse Achterbahn und Rémy meinte dann, hey, wir starten durch. Das wird nix mit landen. Der Vogel hob sich tatsächlich wieder und wir umkreisten etwa eine Stunde lang das Unwetter über Singapur. Der Pilot informierte uns dann, dass sein Flugzeug nun etwas Benzin braucht und er nun einen Flugplatz sucht um den Wünschen seines Flugzeugs zu entsprechen. Batam/Indonsesien gewährte uns dann Asyl, aber wir durften nicht aussteigen. Wir wurden betankt und die Kolonne zur Flugzeugtoilette war unglaublich lang. Nach gut 2 Stunden durften wir dann auch wieder weiterfliegen und Changi Airport Singapur war bereit für uns. Die Einreiseformalitäten wurden in einem nie gekannten Tempo abgewickelt und wir kamen mit mehrstündiger Verspätung aufs Schiff. Der Kapitän wollte eigentlich schon lange unterwegs sein, aber 150  Passagiere die fehlen, das gibt Ärger.

Übrigens war der ganze Kambodscha Ausflug kostenlos, inklusive Flüge und unserer Übernachtung in Singapur. Und das wussten viele Passagiere nicht. Die beissen sich heute noch in den Hintern.

Flug von Siem Reap zurück nach Singpore