Und bald geht es wieder weiter …

R / Am 10. November 2019 werden wir uns zur 8. Etappe unserer ‚Around The World Cruise‘ aufmachen, vorerst mal nur unsere Haupt-Reise-Etappen:

Lima – Cusco – Machu Picchu – Lima – Pisco (Peru) – Arica – Coquimbo – Santiago – Puerto Montt – Puerto Chacabuco – Punta Arenas (Chile) – Ushuaia (Argentina) – Port Stanley (Falklands) – Punta Del Este – Montevideo (Uruguay) – Buenos Aires (Argentina) – Montevideo – Punta Del Este (Uruguay) – Rio Grande – Porto Belo – Santons – Paraty – Ihla Grande – Rio de Janeiro (Brasil).

Fasten seatbelts!

R / Tsunami hat sich schon mal angeschnallt – sie glaubt wirklich, mitkommen zu dürfen …

Ein Schiff, das im Hafen liegt ist sicher. Doch dafür wurden Schiffe nicht gebaut.

Liebe Familie, liebe Freunde,

V / Leider ist der Spruch nicht von mir. Sondern von Paulo Cohelo. Den mag ich zwar nicht besonders, aber wo er recht hat er recht.

Nur nehmen wir dieses Jahr eine recht gefahrlose Strecke untern Kiel. Wir werden von Callao/Lima links runter und nach Rio de Janeiro rechts wieder rauf unterwegs sein. O.K. Chile wissen wir nicht genau, was da abgeht und auch die Lufthansa macht uns keine grosse Freude. Wir werden zwar momentan täglich informiert, dass unsere Flüge nach Lima wie vorgesehen stattfinden werden. Aber nach unserer sehr abenteuerlichen Anreise in die Südsee letztes Jahr sind wir uns alles gewohnt. Wir machen keinen grossen Aufstand mehr. Und ausserdem haben wir schon fast 3 Tage eingeplant bevor wir den Machu Picchu erobern werden. In Cusco werde ich wahrscheinlich jede Zigarette meines Lebens verfluchen. Ist verdammt hoch.

Nach diesem gewagten, aber behüteten Ausflug werden wir uns in die Hände des vollumfänglichen Volltrottelservice von Regent Seven Seas begeben.

Wir wünschen Euch allen eine gute Zeit, bleibt gesund und freut Euch des Lebens

Vreni und Rémy

Das ging schon mal erstaunlich gut …

R / Danke Gianni für den Taxidienst – wir reisten schon mal am Vorabend unseres Fluges nach Malpensa, um nach einer Hotelübernachtung immer noch in viel zu früh aufzustehen, um den Morgenflug nach Frankfurt zu erwischen. Flüge ab Lugano gibt es ja leider keine mehr und somit hat sich unsere ehemalige Nationalfluggesellschaft endgültig aus dem Rennen genommen – meine Sympathie für Swiss war ohnehin schon sehr nah am Nullpunkt … 28 Stunden und rund 12’400 km nach dem Ausdembetthüpfen in Milano Malpensa und einer fantastischen Sicht auf die frisch verschneiten Alpen kamen wir nach zwei Stopps in Frankfurt und Panama City wohlbehalten und ausnahmsweise mal mit vollständigem Gepäck in Lima an (da gibt es nicht viel über die Aussicht zu schreiben, weil zuerst nur sehr viel Wasser und dann Dunkelheit zu sehen war), wo uns ein nicht ganz offizieller Taxifahrer zwar auf direktem Weg aber dafür auch zu nicht ganz offiziellem Tarif ins Hotel brachte. Etwas Direkthilfe für sozial Benachteiligte darf ja auch mal sein … Leider war dann nicht soviel mit geregeltem Tiefschlaf und darum hat uns der Jetlag eingeholt (es sind allerdings lediglich 6 Stunden Zeitunterschied). Nach einem Spaziergang von San Isidro entlang dem Pazifik bis Larcomar / Miraflores akklimatisierten wir uns mit Pisco Sour und Ceviche an Südamerika. Die geplante Stadtrundfahrt haben wir schon gebucht – und auf morgen verschoben … Gute Nacht!

Über den Glarner Alpen
Spezieller Gruss an Andrea, Andreas, Uwe und Jörg!
Anflug Panama City
Country Club Lima Hotel
Pazifikküste
Pazifikküste Lima
Ceviche
Zu kühl für Gelati, aber eine hübsche Auslage …

Lima

R / Irgendwie sind wir auch nach 2 Tagen noch überhaupt nicht in Lima richtig angekommen … Ein riesiger Moloch – mit mehr Einwohnern (11 Mio.) als die ganze Schweiz – der im meist stehenden Verkehr erstickt. Dazu der Hochnebel, der sich scheinbar nur von Dezember bis Februar zu lichten scheint. Wirklich Sehenswertes … ??? Ich will ja nicht negativ erscheinen – vielleicht sind wir einfach nicht für solche Grossstädte geschaffen!? Aber die Menschen gefallen uns sehr! Sie sind herzlich freundlich und fröhlich! Das Essen ist sehr fein. Es ist sehr sauber und aufgeräumt, einerseits sehr geschäftig, andererseits fast kafkaesk komisch, da arbeiten 10 Leute einen ganzen Tag lang und am Abend sieht es exakt gleich aus wie am Anfang … Unsere 4-stündige Stadtrundfahrt hat uns nicht wirklich überzeugt … Ein paar Erinnerungsbilder ergaben sich aber trotzdem, und morgen früh geht es weiter nach Cusco:

Wo bin ich? Und wo ist das Klo?

V / Das sind sehr wichtige Fragen, wenn man sich diese mitten in der Nacht stellt. Vor allem die Beantwortung der zweiten Frage kann sehr matchentscheidend sein. Sieben Nächte in vier  verschiedenen Orten und Unterkünften. Da liegst du dann zur Salzsäule erstarrt in deinem Bettchen und hast keine Ahnung wo du bist und zu gestern fällt dir auch nichts mehr ein. So drückst du mal panisch alle ungefähr 27 Schalter die in Griffweite sind. Entweder passiert gar nichts oder dein Zimmer wird dermassen mit Licht geflutet, dass du die Sonnenbrille brauchst um was zu sehen. Und immer die Panik, jetzt bitte keine Sprinkleranlage aktivieren und lass  auch nicht das Rettungsteam samt Defibrillator anratzen. Und ich bin auch nicht überfallen worden. Ich will nur aufs Klo! Man sollte jeden Hotel-Lichtgestalter mal einen Monat lang jede Nacht in ein anderes Hotel verfrachten, im Zimmer einsperren und dann darf er gerne mal über Sinn und Unsinn nachdenken. Weil, Design ist nicht alles. Am nächsten Tag habe ich mich  mit einem sehr netten Gentlemen darüber unterhalten und der ist permanent auf der ganzen Welt unterwegs und schläft nur in Hilton Hotels. Nicht weil sie ihm besonders gefallen, aber jedes dieser Hotelzimmer ist auf der ganzen Welt genau gleich. So findet er immer den Lichtschalter und das Klo. Aber das nur nebenbei.

Erster Tag Sonntag:  Sala Capriasca-Lugano mit Freund Gianni. Dann Lugano-Mailand Malpensa mit Shuttlebus. Und nach einer unbeabsichtigten Parkhausbesichtigung zu Fuss und dem ganzen Gepäck auch das Flughafenhotel gefunden. Irgendwie stand es direkt vor uns, aber wir haben es nicht gesehen.

Montag: Sehr früh aufstehen. Unser Flug nach Frankfurt startet früh. Mit einer 30 Minuten Verspätung heben wir ab und ich bereite mich innerlich schon auf den Frankfurt Flughafenmarathon vor. Wir haben nämlich nur anderthalb Stunden Umsteigezeit für unseren Flug nach Panama City. Sollte aber eigentlich reichen. Leider haben wir ausser Acht gelassen, dass deutsche Gründlichkeit ihren Preis hat. Unser Preis war Zeit, und die hatten wir nicht. Jedenfalls mussten wir nochmals durch die Sicherheitskontrolle (verstehe ich zwar nicht, wir waren ja im Transit und Mailand hat das alles schon gemacht) mit Händehoch-Röntgen, abtatschen und etc.. Sogar meine Uhr und die Brille mussten von meinem Körper entfernt werden. Pro Passagier dauerte das Prozedere gerne fünf Minuten. Unsere Boardingzeit war unterdessen schon längst überschritten. Rémy rief mir zu, wenn du durch bist, renn ans Gate und sag, dass wir kommen. Ich suche unterdessen deine Sachen zusammen und komme mit dem ganzen Gerümpel nach. Hechelnd stand ich dann am Gate und die nette Dame war sehr erfreut, dass Steineggers sich doch noch entschlossen haben, mit zu fliegen.  Der Flug war dann sehr entspannt und auch der Weiterflug nach Lima bereitete keine Probleme. Da kamen wir dann ungefähr gegen 01.30 an und die Einwanderung dort kostete zwar Zeit aber wir haben es geschafft. Wir waren dort wo wir hin wollten! Das Hotel nahm uns trotz später oder sehr früher Ankunft total freundlich auf und wir sanken nur noch zufrieden und erschöpft in unser Bett. Bis das Theater mit dem Klo und den Lichtschaltern anfing ………….

Weit bin ich mit der Reise noch nicht gekommen, aber ich versuche, mich zu bessern!

Definitiv angekommen !

R / Heute morgen haben wir Lima wieder verlassen … Und schon auf dem Flug über die Anden nach Cusco helle sich alles auf! Fantastische Landschaft, tolle Guides, interessante Inka-Kultur und ein absolut aussergewöhnliches Hotel in einem alten Kloster liessen uns heute definitiv in Peru, in Südamerika ankommen! Ein langer Tag, viele neue Eindrücke und verdünnte Sauerstoffversorgung auf 3399 m.ü.M. machen müde, darum nur noch ein paar Bilder ohne weiteren Kommentar …

Über den Anden, Flug von Lima nach Cusco
Anflug auf Cusco
Plaza Major in Cusco

Mit dem Hiram Bingham Train zum Machu Picchu

R / Eine unvergessliche Fahrt mit dem nach dem Entdecker von Machu Picchu benannten Nostalgiezug zur Hochburg der Inkas …

Das Wetter spielte nicht ganz mit, aber die Nebelschwaden veränderten den Ablick ständig in magischer Weise. Unsere Führer Eddie kennt da jeden Stein und erklärte uns das Wunder der Inka-Baukunst sehr anschaulich.

Und gegen das Ende der Besichtigungstour schien sogar noch die Sonne durch die Wolken …

Von Cusco zurück nach Lima und Einschiffen auf der RSSC Mariner

R / Müde vom wunderschönen aber doch anstrengenden pre cruise Programm ging’s nach einer weiteren Nacht im mystischen Klosterhotel Il Monastero von fast 3500 m.ü.M. wieder zurück auf Meereshöhe, diesmal mehrheitlich über den Wolken und ohne Sicht auf die spektakulären Anden. Und dann vom Flugplatz Lima durch das Verkehrsgewühl in den Hafen Callao auf’s Schiff, Deck 7, Kabine 733, Unser neues Heim für die nächsten 4 Wochen.