Puerto Montt – Volcán Osorno – Saltos del Rio Petrohué – Puerto Varas

R / Puerto Montt, tönt nicht gerade deutsch, obwohl die Siedlung von Deutschen Immigranten gegründet wurde und noch einiges an ihre alte Heimat erinnert: Die Architektur mit den Schindelhäusern, Anschriften wie Feuerwehr und überall wieder Kuchen – und unsere tour guide Ingrid gehörte auch noch dazu … Die Landschaft um den Lago Llanquihue mit vielen Farmen und Weiden sowie bester Lage für Wochenend- und Ferienhäuser der besser Betuchten mit Sicht auf die Vulkane Osorno und Calbuco war uns auch nicht besonders fremd, vor allem wohl auch, weil nach den Gegensätzen der Gebirgswüsten wieder grün die vorherrschende Farbe war. Das Wetter gab sich im Kontrast zur Vorhersage gnädig und wir durften die von Schnee und Gletschern bedeckten Vulkane fast ganz sehen, nur eine relativ dünne Wolkendecke lag über den nur rund 2500 m hohen Kraterrändern. Nach einem windigen Aufenthalt an der Skistation auf halber Höhe ging’s wieder talwärts zu den Saltos del Rio Petrohué, deren besonderer Reiz natürlich vom Osorno im Hinterrund ausgeht! Von Puerto Varas aus konnten wir gleich beide Vulkane bewundern – und nach einem kleinen Rundgang, bei dem wir auch wieder auf Zeichen der Demonstrationen stiessen, ging’s schon wieder zurück auf unser Schiff. Gemäss Ingrid finden zwar landesweit mehrheitlich friedliche Demonstrationszüge statt – aber das Leben geht recht normal weiter, nur sind wohl alle Banken und viele Läden (vor allem des gehobeneren Konsumententypen …) verbarikadiert und lediglich durch einen einzigen kontrollierten Eingang erreichbar.

Bei uns in Tesserete sieht es während des Carnevale auch nicht besser aus und wenn 50 idiotische Anhänger des FCZ oder des ZSC oder sonstige Hooligans zu einem Match ausrücken, steht mehr Polizei im Einsatz als wir das bisher zusammengenommen in halb Chile gesehen haben …