Katastrophenalarm auf der Seven Seas Mariner

V / Heute gegen Mittag werden wir eindrücklich darauf hingewiesen, dass wir einige Probleme an Bord haben. Und dass wir uns alle 20 Sekunden die Hände zu waschen haben, zuzüglich das grauenhafte Zeug, Sanitizer genannt, einschmieren sollen, wann immer es geht. Also, es hat wieder angefangen. Natürlich ist eine allgemeine Hygiene an Bord total wichtig. Aber wenn ich ein öffentliches Klo an Bord benutze (übrigens immer piekfein und gründlich geputzt)  und auf meinem Klo höre, dass drei von vier Frauen sich die Hände nach dem Klogang nicht waschen. Was soll ich denn davon halten? Jedenfalls haben wir wieder etwas an Bord, was nicht erwünscht ist. Uns geht es aber ausgezeichnet. Dies aber nur nebenbei.

Denn  wir reisen ja. 17.11.2019; Pisco/Peru.  Remy hat einen Flug über Nazca gebucht. Da wo wahrscheinlich gemäss Erich von Däniken die Ausserirdischen waren und irgendwelche Zeichnungen in Stein gemeisselt haben. Und die sieht man halt nur von oben. Da wir aber so etwas wie eine königliche Familie sind, fliegen wir möglichst getrennt in so kleinen Kistchen. Wegen unserer Katzen. So halte ich mich sehr, sehr freiwillig zurück und besuche den Paracas National Reserve. Am Boden. Nicht atemberaubend, doch entspannend und schön. Pisco sour war aber bisher noch nicht.

Und dann endlich ein freier Tag. Wir haben aber extrem viel zu tun. Bücher warten und ausserdem müssen wir mal den Wäschesack füllen. Wir sind nämlich, seit wir an Bord sind, Platinium-Members. Und das heisst, Wäscheservice rund um die Uhr und kostenfrei. Und ich war so blöd, zuhause alles durchzuwaschen, und, für mich noch schlimmer, das ganze durchzubügeln. Dabei können sie das hier viel besser. Die kriegen hier Flecken raus, an denen ich daheim grandios gescheitert bin.

Der nächste Tag bringt uns nach Putre/Chile.  Allerdings habe ich in der Ausflugbeschreibung total überlesen, dass Putre auf rund 3600 Metern liegt. Und wir starten ja immer auf Meereshöhe. Und runter müssen wir ja auch wieder. Alle Ausflüge werden dir knapp 8 Monate vor der Reise auf deinen Account übermittelt, und dann hast du zu tun. Es sind pro Destination einfach so viele Ausflüge. Unterdessen erkennen wir aber ungefähr das, was wir uns erhoffen. Die Fahrt nach Putre ist sehr eindrücklich. Zuerst das ganze Anbaugebiet inmitten der Wüste für Obst und Gemüse. Da hast du schon Durchfall, wenn du all diese Zwiebeln siehst die hier angebaut werden Dann die wirkliche Wüste. Und dann geht es rauf in die Sierra nach Putre. Eben rund 3600 Meter hoch. Das Dorf war dann halt so, wie ein Dorf ist. Kirche und  Mittagessen. Ich wollte dann ein Glas Wein, der Chef an der Bar meinte 20 US Dollar, ich war für einen US  Dollar. Da war er dann auch zufrieden. Aber ich habe mir am Strassenrand einen schönen Pullover für 22 Dollar gekauft.  Und ich muss dem Buschauffeur von Herzen danken, er hat uns wieder heil auf Meereshöhe zurück gebracht. Es war eine ordentliche Hoch- und Runterschrauberei mit Bus. Und ich weiss nicht, wie vielen Bus-Chauffeuren wir schon unser Leben in die Hände gelegt haben und immer zuversichtlich waren, das wird schon klappen. Ausser in Ägypten. Da waren zwei Tote zu beklagen, aber unser Chauffeur war nicht schuld.

Und wenn ich das Programm lese, hatten wir danach wieder einen Tag frei. Und kurvten im Pazifik herum. Allerdings muss ich sagen, keine Erinnerung an diesen Tag. Ich habe ja auch viel aufzuholen. Ich bin immer schon da, wo ihr noch nicht seid.

Nächster Tag: Coquimbo, immer noch Chile. Ein schönes Tal, immer noch Wüste und Besuch einer Pisco Destillerie. Und ein wirklich netter Lunch. Das weiss ich noch, aber es ist mir ein Rätsel, was wir sonst noch gemacht haben Normalerweise kann ich mich an Remy`s Fotos orientieren. Und dann bin ich mir jeweils wieder sicher wo ich war. Aber das Internet hier ist sehr kompliziert und die schmeissen uns einfach nach Lust und Laune raus. Oder der Kapitän muss auch mal wissen, wo er ist. Remy gefällt das gar nicht. Auch er beklagt einen gewissen Rückstand. Es sammelt sich nämlich auch bei ihm einiges an.

Aber es geht uns sehr, sehr gut. Interessante und sehr nette Mitreisende und um spätestens 23.00 sind wir im Bettchen und freuen uns auf den nächsten Tag.

Die nächsten zwei Tage befahren wir die chilenischen Fjorde und dann werden wir versuchen den Rückstand aufholen. Vielleicht, so Internet will …..

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s