Tianjing / China (28.12.2017)

Die politischen Unsicherheiten und gegenseitigen Drohgebärden von hier namentlich nicht erwähnten machtbesessenen Idioten (was in diesen Weihnachts-Tagen zwischen Pjöngjang, Washington und dem Rest der Welt gelaufen ist, bekommen wir erst im Nachhinein mit!) hatten ja unsere mit grossen Erwartungen verbundenen Besuche in Südkorea verhindert (scheinbar wurde das von der Reederei schon vor ein paar Monaten beschlossen, fast alle wussten das, nur unser Reisebüro hatte uns nicht darüber informiert …). Wir verstehen das zwar, aber wir bedauern das auch und glauben nicht so richtig an die Entschuldigung, dass uns China nach einem Südkorea-Besuch nicht mehr hätte einreisen lassen! Das Ersatz-Programm mit den Besuchen von Kagoshima und Mijazaki hat ja auch etwas geboten und die logistischen Herausforderungen von Planänderungen einer Kreuzfahrt dieser Art können wir ja wohl nur ansatzweise vermuten … auch sind wir natürlich dankbar dafür, dass uns keine von Kim Jong Un’s Raketen auf den Kopf gefallen ist!

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Nach einer bewegten Überfahrt von Japan, unterhalb Südkorea durch das gelbe Meer erreichen wir unseren Zielhafen, Tianjing, wo wir im dichten feuchten Nebel bei rund 0°C anlegen. Genau dieses graue (nhafte) Bild haftete schon in unseren Köpfen, es entspricht genau der Idee, die wir haben, wenn wir von China’s Umwelt-Verschmutzungsproblemen lesen …

Zwar schon im Zielhafen angekommen werden wir aber nochmals auf ‚unserem‘ Schiff übernachten und darum steht erstmals ein Ausflug ‚Culinary Experience‘ auf unserem Programm. Wir fahren viele Kilometer weit auf einer modernen Autobahn mit Wolkenkratzer-Siedlungen, bei denen man nicht ganz klar versteht, ob die schon bewohnt sind oder nicht …

Unsere local guide Susan, sie spricht hervorragend Englisch, erklärt uns, dass hier viele viele Quadratkilometer Land in den letzten Jahren durch Aufschüttung gewonnen worden sind, um eine Hafenstadt zu bauen. Tianjing hatte 2015 rund 15 Mio. Einwohner und ist als Hafen von Bejing (Peking) von grosser Bedeutung (Bejing selber liegt ja ca. 200 km im Landesinnern).

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Dann stellt uns Susan gleich mal so richtig auf die Probe: Wir bekommen gruppenweise ein wenig chinesisches Geld und die Aufgabe, auf dem zu besuchenden Markt einzukaufen: Den zu kaufenden Artikel (er soll essbar sein …) benennt sie uns rein vokal, das phonetisch niederzuschreiben ist wegen der verschiedenen Betonungen (da könnte man in China ziemlich in den Hammer laufen!) schon ein Ding der Unmöglichkeit. Der schlaue Versuch, den Begriff per Tonaufnahme mitzunehmen, wird von der noch schlaueren Susan gleich unterbunden …

Wir stürmen, zusammen mit einem Amerikanischen Paar, los und machen bei der Vielfalt des Angebots dieses ‚kleinen lokalen Marktes‘ erst mal grosse Augen … Herrlich, wie uns die VerkäuferInnen freundlich zuhören und uns natürlich überhaupt nicht verstehen!

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Wir kommen schliesslich freudestrahlend mit einer schönen, grossen Orange zurück und Susan lacht sich halb kaputt … Longan Beeren wären gefragt gewesen … Ich scheine die nicht mal auf einem meiner vielen Bilder zum Thema eingefangen und verewigt zu haben!

Zur Aufmunterung gibt es dann eine chinesischen Frühstücksspezialität zu versuchen: Ein hauchdünner Pfannkuchen, gefüllt mit Gemüsestreifen, einem weiteren, frittierten Gebäck und Sojasauce … ??? … ist ja egal was da alles drin war, mir hat’s geschmeckt!

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Nach dieser unterhaltsamen Annäherung an China geht es in ein schönes Restaurant, wo wir ein (wenigstens mir) sehr wohlschmeckendes Essen mit hauptsächlich der Szechuan-Küche entsprungenen teilweise scharfen Speisen einnehmen dürfen. Auf einem grossen runden Tisch werden rund 10 verschiedene Platten auf einem Drehteller aufgetischt und jeder bedient sich nach Lust und Laune, wenn er/sie es schafft, die gewünschte Speise im Kampf gegen die um den Tisch sitzende Konkurrenz vor sich platziert zu bekommen, ohne dass da jemand gleich weiterdreht … Unglaublich, wie hungrige Leute (nach 23 Tagen Kreuzfahrt ???) sich total auf sich selbst konzentrieren können, wenn der eigene Magen nach Nachschub schreit …

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