Bejing 2 / China (30.12.2017)

Heureka, unsere lieben neuen Freunde haben einen neuen Bus gefunden! Es ist zwar immer noch düster, neblig und kalt, als wir Bejing verlassen, um bei Juyongguan die Grosse Mauer zu besuchen, aber im Bus ist es fast schon kuschelig warm und wenn man aus dem Fenster schaut, sieht man auch etwas. Und dieses Etwas wird klarer und blauer und kurz nachdem wir nach anderthalbstündiger Fahrt aus dieser Grossstadt hinaus (es leben so um die 22 Mio. Menschen hier, gemäss offiziellen Angaben per März 2016, gemäss unserem auch offiziellen Führer Terry sind es aber wohl eher knapp 30 Mio.) in die Berge kommen, macht sich Sonnenschein bemerkbar.

Der Wind ist weiterhin kalt, aber schon nach den ersten hundert steilen Stufen auf diesem Abschnitt des absolut unglaublichen Verteidigungswerks wird mir wärmer, und noch wärmer und nach und nach wird der Fuss-Verkehr immer weniger und ich geniesse den fantastischen Rundblick unter blauem Himmel über diese ringartig gebaute Anlage rund um den Juyongguan-Pass. Mit dem Bau der Chinesischen Mauer wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Sie erstreckt sich nach neuesten Erhebungen über 21.196,18 Kilometer und umfasst 43.721 Einzelobjekte und Standorte … da bleibt man sprachlos und ich nach knapp 40 Minuten und rund 1600 Tritten aufwärts auch atemlos! Runter geht’s schneller, wenn auch nicht viel ringer …

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Nach diesem absolut lohnenswerten, beeindruckenden Erlebnis hab ich wieder warm und es geht zurück richtung Stadt (die hier entstehenden, wahnsinnigen Wohnsiedlungen sind noch nicht überall ganz fertiggestellt) und zum Essen im Restaurant (wohl staatlich) über einer grossen Jade-Manufaktur mit noch grösserem Shopping-Bereich (sicher staatlich) …

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Weiter geht’s zu den Ming-Gräbern, es erinnert uns ein wenig ans Tal der Könige in Ägypten … In einer weiten Tal-Ebene und thronend auf den ansteigenden Hügeln darum herum sind viele Grabstädten der Kaiser und ihrer Angehörigen der Ming Dynastie lose verteilt.

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Auf dem Rückweg ins Hotel legt unser Fahrer eine Extraschlaufe ein, um uns wenigstens vom Bus aus einen Blick aufs Olympia-Gelände (2008) zu schenken, wir sehen unter anderem das Schwimmstadion und natürlich das von den Schweizer Architekten Pierre de Meuron und Jacques Herzog erschaffene Vogelnest. Uneinig über die weitere Verwendung der verschiedenen Stadien sind sich da gewisse Reiseführer (es steht alles leer …) und unser uns inzwischen ans Herz gewachsene Terry (alle Stadien sind ständig im Gebrauch). Terry arbeitet für eine staatliche Reise-Organisation (es gibt auch welche in Privatbesitz) und hat seinen Erzählungen zufolge schon den halben Planeten bereist, meist als Führer von chinesischen Reisegruppen. Und eines hat er uns von Anfang an klar und deutlich gemacht: Mit ihm wird nicht über Politik und gewisse Ereignisse aus der jüngeren Geschichte diskutiert!

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Als weiterer Bejing-Höhepunkt geht es nach einer kurzen Rast in ein hochgelobtes Restaurant (absolut sicher staatlich) zum Peking-Ente Essen.

Für uns eher ein Tiefpunkt … Ente steht erstens nicht auf unserer Favoritenliste, aber zweitens kann man ja eventuell dazulernen und probiert ab und zu mal wieder, um allenfalls seine eigene Meinung zu ändern. Und dann kommt es drittens halt so weit, dass sich das Gefühl wieder mal nicht getäuscht hat und dieses Essen absolut nicht unseren Geschmack trifft! Auch alles andere neben der Ente ist ziemlich geschmacklos und die Ente einfach nur fett …

Die Enttäuschung hält sich aber in Grenzen- wir sind eh schon ziemlich vollgefressen (das ist halt eben die Bürde der Kreuzfahrer) und verhungern wohl noch lange nicht!

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