Es guets Nöis!

Wir sind seit vier Tagen in Bejing, Es war unheimlich viel los, wir fühlen uns internetmässig etwas isoliert … Aber heute Abend funktionieren wenigstens ein paar der von uns genutzten Dienste und darum packen wir die Gelegenheit und wünschen Euch allen von Herzen einen bombastischen Rutsch in ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr! Morgen fliegen wir dann nachhause und in den kommenden Tagen werden wir Euch über unsere kalten Tage in China updaten … Prost, Salute, Santé, Cheers !!!

Nagasaki / Japan (26.12.2017)

Zutiefst berührend, unsere Tour durch Nagasaki, wo am 9. August 1945 um 11:02 die zweite Atombombe (nach Hiroshima) gezündet wurde … Der Friedenspark und das sehr gut erklärend eingerichtete Atombomben-Museum hinterlassen eine grosse Leere in uns, die Worte fehlen um die Empfindungen zu beschreiben …

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Unsere vier Tage in Japan waren spannend und lehrreich. Die bergige Landschaft, die oft steil aus dem Meer herausragt, war eine willkommene Abwechslung nach den flachen Deltaregionen des Mekong und Yangtse. Die daraus resultierende Enge ist überall spürbar. Die außerordentlich freundliche japanische Bevölkerung wirkt aber doch irgendwie reserviert oder vielleicht besser ausgedrückt scheu, die sehr korrekten Menschen sind klein und dünn und scheinen immer zu lächeln. Auch scheint es etwas einfacher geworden zu sein, englischsprachige Exemplare zu finden …

IMAG3773.jpgSeit gestern Nachmittag sind wir unterwegs südlich Korea umfahren über das Gelbe Meer zu unserer letzten Etappe in Peking …

Miyazaki / Japan (25.12.2017)

Vielleicht ist aufgefallen, dass wir etwas aus dem Takt sind … Auf Südkorea wird verzichtet und darum kamen zwei weitere Häfen in Japan aufs Programm. Und die boomende Kreuzfahrtindustrie weiss das beste aus der Situation zu machen und bietet darum manchmal auch eher ulkige Ausflüge an. In Miyazaki ging’s zuerst einer herrlichen Küstenlandschaft entlang bis zum Aoshima Shrine. Er muss bedeutungsvoll sein … Mehr als der hübsche Tempel (wir haben das beruhigende Gefühl, bald alle Tempel, Pagoden und dergleichen auf diesem Planeten besucht zu haben) faszinierten mich die von den Wellen ausgefressenen Sand-/Kalksteinformationen rund um die Halbinsel herum!

Als gelungener Gegensatz besuchten wir auf der Rückfahrt eine Shochu Destillerie. Die Show fiel etwas theoretisch aus, da die Produktion wegen Weihnachten geschlossen war. Es gibt zwar nicht mal 2% Christen in Japan, aber trotzdem wird hier jedes Fest freudig und heftig gefeiert! Das taten einige von uns bei der sehr vielfältigen Degustation der wohl gegen 50 Schnaps-Diversitäten auf Basis von Reis und Kartoffeln dann auch. Diese Brennerei bewies uns jedenfalls, dass man jeden Duft und Geschmack durch Destillation in eine Flasche bekommen kann!

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Kagoshima / Japan (23.12.2017)

Kagoshima ist schnell erzählt … Vreni ist mit Fieber auf dem Schiff zurückgeblieben, Führung durch einen alten japanischen Garten und dann per Fähre rüber zum aktiven Vulkan Mt. Sakurajima – der im richtigen Moment mal kurz husten musste, ihm sei’s gedankt! Als Eruption zählt jeder Ausbruch von mindestens 1000 m Höhe, der von uns begeistert beobachtete Furz trug nichts zum Gesamtergebnis bei…  Ich hab mich trotzdem riesig gefreut. Toll dann auch die kleine Bigband und all die Fähnchenschwinger bei unserer Ausfahrt gegen Abend …

IMAG3288.jpgIMAG3277.jpgIMAG3283.jpgIMAG3301.jpgIMAG3295.jpgIMAG3310.jpgIMAG3303.jpgIMAG3313.jpgRST_HTC-11_20171223_120529_HDR.jpgRST_HTC-11_20171223_121622_HDR.jpgRST_HTC-11_20171223_121728_HDR.jpgRST_HTC-11_20171223_120857_HDR.jpgIMAG3341.jpgIMAG3366.jpgIMAG3318.jpgIMAG3347.jpgIMAG3363.jpgRST_HTC-11_20171223_134916_HDR.jpgIMAG3377-1.jpgIMAG3386-1.jpgIMAG3391.jpgRST_HTC-11_20171223_150849_HDR.jpgIMAG3398-1.jpg

Danke für die Glückwünsche !

Ich glaube, ich habe die Übersicht verloren über all die vielen Glückwünsche zu meinem Geburtstag, die mich auf den verschiedensten Kanälen erreicht haben … Allen möchte ich von Herzen dafür danken, dass Ihr an mich gedacht habt. Das hat mich sehr gefreut und ich werde sicherlich noch dazukommen, ein paar persönlichere Antworten direkt zu geben! Momentan schippern wir auf ruhigem Wasser von Shanghai Richtung Kagoshima. Die Temperatur ist wieder leicht gestiegen, wir freuen uns auf die nächsten vier Tage im südlichen Japan. Das Programm scheint uns voll auszufüllen, darum wünschen wir Euch allen schon jetzt fröhliche und weisse Weihnachten und schöne Festtage!

Shanghai / China (20.+21.12.2017)

Es hat ja niemand behauptet, dass es wärmer würde … aber bei der Ankunft in Shanghai war das Oberdeck wegen Glatteis gesperrt! Fleissige Besatzung räumte die gefährliche Unterlage schnellstmöglich weg (wir sind ja hier nicht in Bellinzona!) und  wir konnten erste Eindrücke dieser tollen Skyline festhalten.

HTC-U11_002843_2000pxGleich ging es auf Tour „Shanghai from a lofty perspective“ durch die 17 Mio. Metropole, die sich in den letzten 20 Jahren extrem stark verändert und vergrössert hat. Wir sind aber sehr erstaunt, wie ruhig und friedlich es hier zu und her geht. Kein Gedränge, kein Lärm – der Verkehr auf der Strasse und in den engeren Gassen flutscht einfach. Im Yu Yuan Garden in Shanghais Altstadt  wird zu leiser Musik getanzt, fantasievoll werden Gymnastikübungen mit einer Eleganz und Natürlichkeit ausgeübt, die auf uns fast fremd wirkt. Das alles in ganz normaler Strassenkleidung. Kein Animatoren-Geschrei und Gehopse in grellen modischen Accessoirs wie bei uns, wo all die fast jeden Monat als neuste, geilste, mit wenig physischem Aufwand trotzdem fit und gelenkig machenden Gymnastikübungen unter neuem Namen verkauft werden und manchmal einfach nur lächerlich wirken.

Die Menschen jeden Alters hier scheinen wirklich in sich zu ruhen! Das gilt sicher auch für die älteren Herren, die mit Wasser kaligraphische Werke auf dem Asphalt hinterlassen, von denen bei unserer Rückkehr eine gute Stunde später keine Spuren mehr zu erahnen sind … und die Gärtnerschar, die sich fast andächtig dem Beschnitt eines einzigen Baums widmet: Etwa fünf schauen gebannt und geben Anweisungen, diese fünf wiederum werden von 3 Supervisors kontrolliert wobei einer das letzte Wort hat – und dann darf ein weiteres Ästchen weg. Für uns ein ganz normaler Baum, nicht ein Jahrhunderte alter Bonsai …

HTC-U11_002853_2000pxHTC-U11_002857_2000pxHTC-U11_002859_2000pxHTC-U11_002866_2000pxHTC-U11_002877_2000pxHTC-U11_002881_2000pxIn dieser riesigen Anlage gab’s dann aber auch noch anderes zu sehen: Eine kleine Ausstellung zur Seidenverarbeitung , Jade-Figuren, Touristen-Kram … und farbenfrohe Essstände mit allerlei Auslagen – nur Geld haben wir noch keins, aber hier finden wir endlich eine Bank, schnell hinein, und schon werden wir freundlich aber bestimmt angehalten. Was wir hier wollen? Geld wechseln natürlich. Haben Sie eine Nummer? Was? Hä? Uns wird wort- und gestenreich erklärt, aber wir verstehen nur, dass man ohne diese Nummer keine Yuan bekommen könne, nicht in dieser Bank, aber vielleicht in der Bank of China … aber die finden wir nicht in der Nähe. Frage an unseren Tour Guide Louis: Ja, er wechsle uns gerne etwas, das gehe aber nur mit einem einzigen 100 $ Schein, haben wir aber nicht, da man sonst viellerorts mit Dollarnoten von 20 und mehr Wert nichts ausrichten kann … also keine Futterproben am Strassenstand!

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Zurück in der Basis dieses nachts herrlich beleuchteten und blinkenden Turms besichtigen wir ein sehr schön aufgemachtes historisches Museum, mit Szenen und Wachsfiguren, die uns die Geschichte der Menschen von Shanghai näherbringen.

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HTC-U11_003178_2000pxHTC-U11_003188_2000pxHTC-U11_003192_2000pxHTC-U11_003199_2000pxHTC-U11_003203_2000pxGrippegeschwächt (älter werden scheint kein Spass zu sein) verzichten wir nach erneuter detaillierter Lektüre auf die ‚Highlights of Shanghai“ Tour am zweiten Tag hier und machen uns per shuttle selbständig auf. The Bund, eine riesige Promenade entlang des Huangpu Rivers lädt zum Spazieren ein. Im Hintergrund immer gut sichtbar unsere Voyager, um uns vor allem Touristen (99% Asiaten), denen ich ab und zu mal eine kleine Freude machen kann, indem ich die ganze Truppe incl. des zum Fotografen verdammten Gruppen- oder Familienmitglieds ablichte. Und dies wohl nicht zur Freude der offiziellen Fotografen, die hier – ausser ein paar Limonadeständen mit immer genau gleicher Auslage – wohl das alleinige Recht und Privileg geniessen, hier in bester Lage Geschäfte machen zu dürfen. Alle gut 100 m steht da ein Wagen auf Rollen, studiomässig ausgerüstet mit Licht, PC und T-Shirt-Drucker oder farbigem Rahmenprogramm, im HG immer die Kulisse des Pudong New Districts. Auf dem Rückweg wird uns dann auch einiges klarer: Mao steht auf hohem Sockel und überwacht von dort aus das ganze Geschehen!

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Der kurze Besuch in China war ganz anders als die letzte Destination Hongkong … viel ruhiger, gemächlicher, einladender, weniger fordernd! Uns hat Shanghai gefallen, die Kulisse ist unvergleichlich und unvergesslich. Die Menschen hier scheinen ganz anders getaktet zu sein. Kein rücksichtsloses, schnatterndes Gedränge wie wir es uns von chinesischen und anderen asiatischen Touristen bei uns oft erdulden müssen.  Aber die kommen sich bei uns wohl ähnlich verloren vor und halten sich darum an ihrer Reisegruppe fest, wie wir das hier manchmal tun. Auch wenn wir hier wohl kaum verloren gegangen wären, hatten wir doch einen kleinen Spickzettel mit ein paar sachdienlichen Übersetzungen fürs Überleben in China in unserer Tasche mit dabei … ausgegeben am Destination Deck auf unserem Schiff. Aber ob uns Taxifahrer (die scheinbar überhaupt kein Englisch verstehen oder gar sprechen) ohne einheimisches Geld zurückgebracht hätten?

Hongkong 2 / China (17.12.2017)

Unser zweiter Tag in Hongkong führte uns auf einer Tour durch die kunterbunte Gross-Stadt, die zwar seit 20 Jahren wieder ganz zu China gehört, dank ihrem Sonderstatus aber wohl unvergleichlich bleiben wird. Die quirlige Angela führte uns straff durch Märkte, Tempel und dann auf Hongkong Island durch die pulsierende Metropole. Auch durch ihre Ausführungen haben wir einen kurzen aber guten Einblick bekommen.

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Noch sind wir unterwegs, weitere Besuche von Metropolen stehen noch auf dem Programm – lassen wir die auf uns zukommen und lassen wir uns überraschen!

Hongkong 1 / China (16.12.2017)

HTC-U11_002456_2000pxHTC-U11_002480_2000pxHTC-U11_002481_2000pxBei rechtem Wellengang und Sehr starkem Wind hocken wir dicht gedrängt in der Observation Lounge an der Wärme und beobachten gespannt die Annäherung an unser nächstes Ziel, für viele unserer Mitreisenden schon Ende der Kreuzfahrt: Hongkong. Endlich gibt das Kommando das Oberdeck frei, kamerabewaffnet strömt mäniglich hinauf um die Ankunft in der ehemaligen britischen Kolonie ungetrübt für die Ewigkeit festhalten zu können. Unglaublich, der Klimaschock von gestern in Sanya (über 30° C) nun runter auf nicht einmal mehr die Hälfte, mit Windscill gefühlte 0° …

HTC-U11_002419_2048px_2000pxAlle schlottern, aber die Szenerie ist faszinierend und es lohnt sich, auszuharren bis unser Schiff im Victoria Harbour festgezurrt ist!

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Zurück auf dem Schiff, Rucksäcke doponiert, wollen wir aber gleich nochmals raus, war da doch gleich neben der Gangway ein toll ausschauendes Restaurant, durch dessen Fenster wir viele einladende Warmmacher hatten erspähen können. Leichter gesagt als getan: Die Tür des Lokals lässt sich nicht öffnen, Gäste deuten uns den Weg … der führt aber wieder durch lange Gänge, vorbei an Fieber-Fühlern, stummen Einwanderungs-Behördenvertreter, Rolltreppen runter, um viele Ecken herum, dann wieder hinauf und schliesslich landen wir in einem riesigen Einkaufscenter. Und finden, wer hätte das jetzt noch geglaubt, auch die offene Eingangstür ins Restaurant. Aber Pech gehabt, man ist gerade am schliessen … Selbes Fazit in anderen Lokalen … Um nochmals ganz raus in die Stadt zu gehen fehlt uns die Kraft. Wir schauen einander gross an, verstehen uns wortlos und ziehen uns den ganzen Weg zurück in unsere ‚geschützte Werkstatt‘ namens Voyager.

HTC-U11_002614_2000pxWir geniessen nochmals den wunderbaren Blick von unserem privilegierten Parkplatz aus hinüber auf Hongkong Island … und Vreni schafft ihr erstes selfie …

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Für den Moment ist fertig lustig …

Seit genau 24 Stunden sind wir wieder unterwegs auf bewegter See und stampfen gegen Shanghai … Der Himmel ist trüb und die Temperatur unfreundlich, die Aussendecks sind gesperrt und eigentlich hätte ich genügend Zeit, den Blog à jour zu bringen.

Mit Sanya hat es teilweise schon mal geklappt – aber da fehlt noch einiges: z.B. Bilder zum Vietnambesuch einfügen, Hongkong aufarbeiten … Das versuchte ich heute auch den halben Tag lang – aber irgendwas ist gegen mich. Bilder uploaden geht mal ganz kurz, dann wieder nicht, dann hängt sich alles auf, was irgendwie mit dem Internet zu tun hat. Es wurde uns schon mit den Bordnachrichten mitgeteilt, dass mit Interferenzen zu rechnen sei.

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Liegt das an diesen bösen Geistern hier, an den Chinesen und ihrem Verhältis zu allem was aus den USA kommt? FB geht einigermassen, Google nur sehr verdünnt bis überhaupt nicht … Oder braucht Captain Daniel die ganze Bandbreite des Satelitenstreams?

Da der Blog so nicht in Schuss kommt und wir eigentlich in erster Linie unseren Urlaub geniessen wollen, höre ich für den Moment mal auf … da ist mir die Zeit hier zu schade!

Tut mir leid für alle, die bisher mal reingeschaut haben, aber in den letzten Tagen vor Weihnachten habt ihr vermutlich auch anderes zu tun …

Uns geht’s bestens – Euch allen schon mal Frohe Festtage – und auf bald!

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