Alotau – Milne Bay / Papua New Guinea (03.01.17)

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Der zweite Hafen in Papua Newguinea war Alotau – Milne Bay, im zweiten Weltkrieg ein umkämpfter Schauplatz, ausser dem War Memorial Denkmal aber wenig für uns Interessantes bietend, darum hatten wir die Village Experience gebucht, die sich dann anfänglich zu einer U-turn Experience Tour zu entwickeln schien … mehr als 25 Minivans mit jeweils zehn bis 12 Touristen an Bord fuhren in Einerkolonne (die spinnen, die Touristiker! Aber so oft kommt hier kein Schiff an … und wenn bei insgesamt 70’000 Besuchern im Jahr, aufs ganze Land verteilt, 1% zur selben Zeit am selben Ort antanzt, wird das schon zur logistischen Herausforderung!) etwas ziellos durch Palm-Öl-Plantagen (die vorgesehene Besichtigung der Fabrik fiel leider ohne Ansage aus). Der Konvoi wendete regelmässig wieder um ein im Dschungel verlorenes Dorf zu besuchen … Schliesslich wurde das Nawawali Culture Village gefunden und über schlammige Wege sofort gestürmt!

Viel zu viele Leute – keiner wusste, wo was zu sehen ist und darum habe ich mehr durch Glück als durch Verstand den Weg ans Meer gefunden, wo eine sehr eindrückliche ‚kriegerische Auseinandersetzung‘ zwischen zwei aus je einem sehr langen Baumstamm gebauten Kanus, gepaddelt durch je 14 singende Krieger, dargeboten wurde. Da stellten sich die Nackenhaare auf – schade, dass nicht alle dieser Show beiwohnen konnten.

Die rund hundert Dorfbewohner, jede Grossfamilie hat ihr eigenes Haus mit Küche und Garten, wie ein locker verteiltes Einfamilienhäuser-Quartier bei uns – daneben gibt’s eine gemeinsame Schule waren wieder sehr freundlich und stolz, uns etwas von ihrem Leben und ihre Kultur präsentieren zu dürfen. Die mühevolle Gewinnung von Sago (wer erinnert sich nicht an die berühmte Erbs-mit-Sago Beutelsuppe, die wir als Kinder gegessen haben) wurde und demonstriert, wir wurden zum auf einem kleinen Feuer gegarten Gemüse-Fisch-Eintopf eingeladen und wer wollte, konnte halbe Bananenstauden oder Kokoswasser für praktisch kein Geld erwerben. Gebettelt hat auch hier niemand, die Leute scheinen ihr äusserst einfaches Leben !

Die chaotisch organisierte Tour wurde so doch zu einem tollen Erlebnis mit faszinierenden Eindrücken! Verschlammte Kleider und Schuhe lassen sich sofort wieder waschen, die Erinnerungen werden aber lange bleiben …

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