Angkor Wat – Siem Reap / Kambodscha (20.-22.12.16)

ANGKOR WAT / SIEM REAP / KAMBODSCHA

Wie schon angetönt, frühes Aufstehen am 20. Dezember. Beim Einchecken am Flugplatz gratuliert mir eine freundlich lächelnde Groundhostess einer Günstig-Charter-Airline-Tochter von Singapore Airlines zum Geburtstag … da bin ich selber überrascht! Pässe werden hier sogar beim Check-In genauestens angeschaut!

Mein Geburtstag ist mir selber nicht so wichtig, da kann ich erstens nichts dafür und zweitens kann ich mich nicht mehr so genau daran erinnern … Darum freue ich mich jeden Tag, hier zu sein und bedanke mich bei meinen Eltern, denen die Gratulationen eigentlich gebühren!

Nach rund zweistündigem Flug kommen wir in Siem Reap an und werden freundlichst begrüsst und gleich ins nahe Hotel zum Lunch gefahren. Kurzes Frischmachen, Verpflegen (für viele unserer Mitreisenden immer erste Priorität …) und dann ab auf Tempeltour, geführt von einem liebenswürdigen und kompetenten kambodschanischen Reiseführer. Zur Einstimmung eine rund einstündige Fahrt durch Reisfelder und andere Agrar-Kulturen, entlang von Strassendörfchen und endlosen Verkaufsständen (da wartet einfach alles Denk- und viel Undenkbares auf Kundschaft) und Wohnhäuschen, von ordentlich bis sehr einfach …

Wenn Kambodschaner nicht gerade auf den Felder arbeiten scheinen sie hauptsächlich auf Ihren Motorrollern zu leben, mindestens zu zweit, oft aber als ganze Familien!

Unser 44 jährige Guide hatte noch 13 Geschwister, heute seien aber zwei Kinder die Regel …

Dann folgten die ersten Tempelanlagen, über deren Details sich der interessierte Leser selber weiter informieren darf …

Von der Hitze erschlagen kommen wir kurz bevor es dunkel wird zurück – hundemüde aber zufrieden zurück.

Am nächsten Morgen galt es dann ernst: Angkor Tom und Angkor Wat – eine ehemals gigantische Millionenstadt mit unendlich erscheinenden Tempelanlagen:

Angkor Wat Kambodscha

Die in langen Zeiträumen vom Urwald überwucherten Anlagen sind inzwischen teilweise von der Natur befreit und unzählige Archäologen-Gruppen aus der ganzen Welt sortieren Steine und restaurieren die reich mit Sandstein-Reliefs verzierten, faszinierenden Tempel. Ein Stück UNESCO Welterbe, in den letzten Jahren jeweils von mehr als 4 Mio. Touristen besucht …

Und die kommen auch aus dem Westen, zum grossen Teil aber aus Asien – Menschenströme, zu deren Teil man wird, ob man will oder nicht … Es ist toll, das zu sehen und man beginnt auch, sich Fragen zu stellen zum Tourismus im Allgemeinen! In unserem Fall konnten wir uns glücklich schätzen, dass das tolle Hotel in wenigstens in einheimischem Besitz war, in vielen Fällen werden die Gewinne aus dem Tourismus nach China, Indien und Russland abgeführt …

Die Menschen hier sind sehr freundlich, hilfsbereit und scheinen sich über unser Dasein zu freuen, es beschert ihnen Arbeit und Einkunft und Aussicht auf ein besseres Leben, die Zeiten des Krieges sind noch nicht lange her und noch längst nicht vergessen! Sie wünschen sich von uns, dass wir unseren Familien und Freunden von ihrem geliebten Land erzählen und Euch auch zu einer Reise nach Kambodscha animieren – womit das abgegebene Versprechen eingelöst wäre!

Jet lag, Klima und Tour-Programm forderten auch am zweiten Tag ihren Tribut, so dass wir es am Abend wieder nicht ins brodelnde night life auf Siem Reap’s Strassen schafften … obwohl der nächste Tag mit Rückflug nach Singapore und Einschiffung sich eigentlich locker präsentierte – was sich dann als Trugschluss herausstellte!

Na ja, bis wenige Kilometer und Höhenmeter vor der Landung ging alles glatt. Dann war dem Piloten und dem Tower in Singapore Changi Airport das Gewitter dann aber doch zu heftig, wir starteten durch, kreisten eine Stunde um dann zum Sprit-Tanken auf dem total überlasteten Flugplatz in Batam / Indonesien weitere zwei Stunden zu warten … Als sich die Wetter-Situation dann beruhigte (Singapore Changi war für mehr als eine Stunde geschlossen, das heisst, dass da wohl mindestens 50, wenn nicht gehen 100 Flugzeuge irgendwo rumflatterten oder wie wir Zuflucht fanden) war’s nur noch ein einviertelstündiges Hüpferchen über die Straight of Singapore zurück, Express-Abfertigung bei der Immigration, Fahrt zum Hafen – und dann waren alle glücklich und zufrieden an Bord der SS Voyager und der Kapitän konnte mit mehrstündiger Verspätung endlich ablegen …

Das von RSSC geschenkte (nicht nur uns, allen rund 150 Reisegästen) Pre Cruise Programm war bestens organisiert und hat uns in der natürlich sehr kurzen Zeit doch einen kleinen Einblick in dieses noch arme, aber aufstrebende und von hoffnungsvollen, tollen Menschen bewohnte Land ermöglicht! Die Tempelanlagen von Angkor Wat sind absolut einzigartig und sehenswert – anderes müssen wir später einmal auf einer ausgedehnteren Landreise kennenlernen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s